yardtool


FUNKTION


Laden und Entladen kompletter Datenbanken sowie Erstellung eines Datenbankschemas.

SYNTAX



yardtool -s <Datenbank>
		[ -u <Benutzer> ] [ -gd ] [ -f <Datei> ]
		[ -xt ] [ -v ]

yardtool -e <Datenbank> 
		[ -u <Benutzer> ] [ -gd ] [ -d <Verzeichnis> ]
		[ -xt ] [ -v ]

yardtool -i <Datenbank> 
		[ -u <Benutzer> ] [ -o <Quelldb> ] [ -d <Verzeichnis> ]
		[ -c <COMMIT Wert> ] [ -D <dbspace> ] [-na ]
		[ -nl ] [ -v ]

yardtool -V

BESCHREIBUNG


Laden und Entladen kompletter Datenbanken sowie Erstellung eines Datenbankschemas.

Das Programm yardtool führt zunächst einen CONNECT zu einem DBS aus. Für den CONNECT werden die Shellvariablen YARDDBS und YARDUSER ausgewertet. Ist die Shellvariable YARDUSER nicht gesetzt oder soll der Wert nicht verwendet werden, kann über die Option -u ein Benutzer, für den die Verbindung hergestellt werden soll, angegeben werden. Der Benutzer muß SELECT Berechtigung für alle Tabellen der Datenbank haben. Existiert ein Passwort für diesen Benutzer, so fordert yardtool nach dem Aufruf dazu auf, dieses einzugeben.
Bei Angabe der Option -v gibt yardtool zusätzliche Informationen darüber aus, welche Informationen z.Z. bearbeitet werden.

Aufruf für ein Datenbankschema:


yardtool -s <Datenbank>
		[ -u <Benutzer> ] [ -gd ] [ -f <Datei> ]
		[ -xt ] [ -v ]

Ein Schema für die Datenbank Datenbank wird erzeugt. Dieses Schema enthält alle DDL Kommandos, die erforderlich sind, um die Datenbank neu anzulegen. Normalerweise erfolgt die Ausgabe des Schemas auf die Standardausgabe. Wird über die Option -f ein Dateiname angegeben, so wird das Schema in diese Datei geschrieben.
Bei Angabe der Option -xt werden zu allen Tabellen auch die entsprechenden Extentangaben generiert, bei Angabe der Option -gd die Dbspacenamen, in denen die Tabellen oder auch BLOBs liegen.

Aufruf für einen Datenbankexport:


yardtool -e <Datenbank> 
		[ -u <Benutzer> ] [ -gd ] [ -d <Verzeichnis> ]
		[ -xt ] [ -v ]

Der Inhalt aller Tabellen der Datenbank Datenbank wird in ASCII-Dateien entladen. Zusätzlich wird eine Datei mit dem Schema der Datenbank angelegt. Dazu legt yardtool ein Verzeichnis mit dem Namen Datenbank.exp an, in dem sowohl die ASCII-Dateien (Endung .unl) sowie das Datenbankschema (Endung .sql) angelegt werden. Eine auf diese Weise entladene Datenbank kann über die Option -i mit yardtool wieder eingeladen werden. Bei Angabe der Option -xt werden zu allen Tabellen auch die entsprechenden Extentangaben generiert, bei Angabe der Option -gd die Dbspacenamen, in denen die Tabellen oder auch BLOBs liegen.

Aufruf für einen Datenbankimport:


yardtool -i <Datenbank> 
		[ -u <Benutzer> ] [ -o <Quelldb> ]
		[ -d <Verzeichnis> ]
		[ -c <COMMIT Wert> ] [ -D <dbspace> ] [-na ]
		[ -nl ] [ -v ]

Die Datenbank Datenbankname wird aus den Dateien im Verzeichnis Datenbankname.exp angelegt und geladen. Liegt dieses Verzeichnis nicht im aktuellen Verzeichnis, kann mit der Option -d angegeben werden, wo das Verzeichnis liegt.

Weiterhin stehen für den Datenbankexport die folgenden Optionen zur Verfügung:

-o
Angabe eines Datenbanknamens zur Ermittlung des Verzeichnisses, aus dem die Daten geladen werden sollen (Quelldb.exp). Defaultmäßig wird das Verzeichnis Datenbankname.exp verwendet.

-d
Angabe des Verzeichnisses, in dem das Exportverzeichnis Datenbankname.exp liegt.

-c
Angabe einer Anzahl Datensätze, nach deren Laden jeweils ein COMMIT ausgeführt werden soll. Damit lassen sich Probleme mit zu langen Transaktionen bzw. zu kleinen Logfiles vermeiden.

-D
Angabe eines Dbspaces, in dem die Datenbank angelegt werden soll. Wird kein Dbspace angegeben, wird die Datenbank im ersten Dbspace angelegt.

-na
Die Datenbank wird nicht im ANSI Modus angelegt.

-nl
Die Datenbank wird ohne Transaktionslogging angelegt.

Die Optionen -nl und -c schließen sich gegenseitig aus. Beim Importieren einer Datenbank ist zu beachten, daß es noch keine Datenbank mit diesem Namen geben darf.

Über die Option -V wird die Version von yardtool ausgegeben. Ansonsten werden keine weitere Aktionen ausgeführt.

Sowohl der Datenbankname als auch der Benutzername wird von yardtool als Delimited Identifier betrachtet, so daß diese Objekte genauso angegeben werden müssen, wie sie in den Systemtabellen SYSUSERS und SYSDATABASES gespeichert sind. Folgende SELECT Anweisungen geben Auskunft über die existierenden Benutzer und Datenbanken:


SELECT username FROM DBA.SYSUSERS;

SELECT dbname FROM DBA.SYSDATABASES;



VERWEIS


Zum Thema Datenbanken, Benutzer und Transaktionen siehe auch Kapitel 3, YARD-SQL Datenbankserver.


DIAGNOSE


Die Shellvariable YARDHOME muß gesetzt sein.

Die Shellvariable YARDDBS muß auf das DBS zeigen, wo sich die Datenbank befindet.

Das DBS muß im Online Mode sein.

Beim Importieren einer Datenbank ist darauf zu achten, daß die Shellvariable YARDDATE genauso gesetzt ist, wie beim Exportieren der Datenbank.